Liebe Leserinnen, liebe Leser,

heute steht natürlich das Paschamahl im Kontext des Letzten Abendmahles im Mittelpunkt.

Ursprünglich dürfte es sich um ein sehr altes Hirtenfest gehandelt haben, das mit der Befreiung aus Ägypten verbunden wurde. Geradezu archaisch wirkt das Bestreichen der Türpfosten mit dem Blut des Lammes als Schutz gegen den Zorn Gottes, der in dieser Nacht die Erstgeburt Ägyptens tötete. Solche Blutriten gab es auch in anderen Kulturen bzw. Religionen und sie galten als sehr wirkmächtig. U

ns mag die Idee, Blut an unsere Haustüren zu streichen, sehr fremd erscheinen, aber wir haben unsere eigenen Riten und Zeichen. Die Mutter, die ihrem Kind ein Kreuz auf die Stirn zeichnet, bevor es zur Schule geht, der im süddt. Raum verbreitete "Herrgottswinkel", die Christophorusmedaille im Auto - alles fromme Zeichen, die Schutz vor dem Bösen bzw. dem Unheil bieten sollen.

Der tatsächliche Schutz besteht jedoch im Schutz vor dem Vergessen Gottes und dieser Schutz ist manches Mal auch nötig. In einer Welt, die immer mehr fordert, mehr Mobilität, mehr Leistung, mehr Gewinn, ist eine Erinnerung an die wirklich wichtigen Werte unschätzbar wertvoll.

Ihr P. Thomas

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