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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

die Dämonenaustreibungen sind immer wieder Stoff für ein angenehmes Gruseln, nur müssen wir uns vor Augen halten, dass die Menschen damals kaum medizinische Kenntnisse hatten, und da lag der Gedanke an übernatürliche Mächte nahe.

Das heutige Evangelium hat aber einen anderen Hintergrund. Dämonenaustreibungen oder Exorzismen waren eine völlig normale Praxis, die von vielen Seiten betrieben wurde, insbesondere aber von den Tempelpriestern. Der Tempel wiederum war nicht nur das religiöse Zentrum Jerusalems, sondern auch der entscheidende wirtschaftliche Faktor und Exorzismen waren schlicht eine Einkommensquelle. Selbstverständlich wurden bei einer Austreibung Opfer bzw. Spenden erwartet, und was wir heute lesen, ist der Versuch, Jesus zu diskreditieren, um Geld zu verdienen. Jesus fungiert aber eben nicht als Firma, die aufs Geld schaut, ihm geht es um das Reich Gottes. Diese Zielrichtung können wir uns auch immer wieder vor Augen führen, das Reich Gottes ist die Messlatte, die für alle kirchlichen Unternehmen gelten muss.

Ihr P. Thomas

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