Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Jesaja ist eines der ganz großen Prophetenbücher des Alten Testamentes, und bereits das erste Kapitel gibt das Programm vor.

Da werden die "Anführer von Sodom" und das "Volk von Gomorra" (gemeint ist Juda) beschimpft, die Tempelgottesdienste sind ein Greuel und Sünde, Gott hasst die Feste und verhüllt seine Augen - das ist wirklich starker Tobak! Es ist einfach, der Versuchung nachzugeben und es sich in den gewohnten Formen bequem einzurichten, und das gilt natürlich auch für uns. Wenn unser Christentum nur darin besteht, die Messe zu feiern, dann will Jesaja auch uns aus unserer Bequemlichkeit aufrütteln. Gerade die Gerechtigkeit ist Jesaja ein Anliegen, eine Gerechtigkeit, die auch für die Kleinen und Schwachen gilt. Unsere Rechtsprechung sorgt zwar nach meiner Erfahrung immer häufiger für hochgezogene Augenbrauen, ist hier aber nicht in erster Linie gemeint. Um ein Beispiel zu nutzen, das uns wohl allen bekannt ist: Im Straßenverkehr bekommt häufig der Recht (Vorfahrt), der es sich nimmt, ohne Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer. Das wäre ein Feld, auf dem es auch an uns Christen wäre, mit gutem Beispiel voranzugehen!

Ihr P. Thomas

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