Liebe Leserinnen, liebe Leser,

wir feiern heute das Fest "Kathedra Petri", das auf das altrömische Totengedenken zurückgeht und schon früh zum Fest des Lehrstuhls Petri wurde. In diesem Zusammenhang können wir auch den Satz "[...] seid nicht Beherrscher eurer Gemeinden, sondern Vorbilder für die Herde" verstehen. Dieser Satz wurde während meiner Studienzeit oft und gern zitiert, denn er stellt die Machtfrage, die ja auch heute in verschärfter Form diskutiert wird. Die Antwort, die der 1. Petrusbrief hier gibt, erscheint simpel, ist es aber nicht. Als Priester – und ich bin hier durchaus gemeint – fordert diese Stelle unglaublich viel von mir, ich soll ein Vorbild im Sinne der Nachfolge Christi sein und das kann niemals völlig gelingen. Andererseits gibt der Pastorale Zukunftsweg – wie es scheint – den Gemeinden eine ganze Menge Verantwortung und auch Macht zurück und der Weg vom "Pfarr-Herren" zum Vorbild und Diener aller ist sicherlich im Sinne des Petrusbriefs. Dazu gehören aber auch Menschen, die sich der Gemeinde annehmen, ehrenamtlich einen gar nicht so leichten Dienst leisten, Verantwortung übernehmen und in diesem Sinne dann eben auch Vorbilder sein sollen.

Ihr P. Thomas

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