Ein Bericht von Familie Grötschel
und Familie Grote über Ihre Erfahrungen während des Lockdowns.


Familie Grötschel

Unsere Familie ist gesund. Birgit ist im Homeoffice und Lorenz mittlerweile wieder als Lehrer in der Berufsschule. Die Kinder sind beide seit Mitte März zuhause.

Helena: Morgens jogge ich mit Papa im Stadtpark. Das tut uns gut, und unser Kreislauf kommt in die Gänge. Was mir fehlt, ist der Alltag, das regelmäßige Treffen mit meinen Freundinnen. Dafür probiere ich neue Dinge aus. Gerade backe ich zum Beispiel einen Kuchen aus dem Backbuch „Angelcake“. Sonst hätte ich vielleicht keine Zeit dazu. Jetzt bin ich gespannt, ob es wohl klappt.

Birgit: Ich habe das Glück, dass ich viel persönliches Interesse in meinen Job einbringen kann. Auf die Telefon- und Videokonferenzen könnte ich gerne verzichten. Persönliche Treffen sind weniger stressig. Aber inhaltlich macht das Arbeiten Spaß: Vom Kölnischen Stadtmuseum aus bereiten wir Projekte für Schulklassen vor, die ihr Veedel auf kreative Art erforschen. Wir beginnen – auf meinen Wunsch – mit Mülheim. Im Herbst könnten wir so weit sein. Ich bin gespannt und freue mich schon.

Thea freut sich über das neue Trampolin, das jetzt fast den gesamten Garten einnimmt. Die Spielplätze waren lange geschlossen, so dass wir für ein attraktives Outdoor-Spielgerät gesorgt haben. Trotzdem fehlen Thea die anderen Kinder am meisten. Einmal hat Thea einen Brief von ihrem Freund Linus aus der Kita bekommen. Den Brief hat sie wie eine Trophäe durch die Wohnung getragen, weil sie sich so sehr darüber gefreut hat.

Lorenz: Ich bereite Schüler*innen auf ihre Abschlussprüfungen vor. Das ist auch in einer Berufsschule nicht so einfach! Am ersten Tag der Öffnung des Schulbetriebs kam ein Schüler, der Asthmatiker ist. Den mussten wir wieder nach Hause schicken, weil er zur Risikogruppe gehört. Der konnte sich jetzt nicht so gut vorbereiten wie die anderen. Das ist eben so eine Sache mit der Bildungsgerechtigkeit ... Birgit schneidet mir manchmal die Haare. Das klappt ganz gut, wobei sie meine Ohren schonender behandeln könnte! Was mir fehlt, ist der Kontakt zu meiner Mutter, die mit ihren stolzen 81 Jahren natürlich zur Risiko-Gruppe gehört. Sie wohnt in Lüdenscheid allein in einem Haus. Sobald ich kann, werde ich ihr einen Internet-Zugang installieren, damit ich sie besser erreichen kann.


Familie Grote

Die ersten Sorgen kamen mit den schlimmen Meldungen aus Italien. Ein Großteil unserer Familie lebt dort. Andererseits hatten wir gerade anhand der dortigen Situation und der Maßnahmen immer ein ganz gutes „Barometer“ für unsere eigene Situation.

Von Anfang an haben wir gemerkt, wie wir zunehmend an den Lippen der Nachrichtensprecher gehangen und jede Meldung in den sozialen Medien und jedes Statement von Politikern verfolgt haben. Schlauer als zuvor war man meist nicht. Spätestens mit den ersten Maßnahmen in Supermärkten wurde uns der Ernst der Lage bewusst.

Was sich langsam verfestigte, war ein diffuses Gefühl von Unsicherheit. Wir waren fast froh, als die Schulen und Kindergärten geschlossen wurden. Unsicher waren wir schon wegen einer einfachen Erkältung, die ich verschleppt hatte. Geht man zum Arzt? Bekommt man dort einen Test? Oder ist es nicht zu gefährlich, sich dort überhaupt ins Wartezimmer zu setzen? Also warteten wir einfach ab.

Wir haben das Glück, dass sich die Pandemie bisher nicht auf unsere wirtschaftliche Situation ausgewirkt hat. Allerdings fragten wir uns im gleichen Zuge, wie lange wir wirkliche Auswirkungen durchhalten könnten. Ich arbeite glücklicherweise bereits länger im Homeoffice. Meine Frau muss bei ihrer Arbeit unfreiwillig und nicht absehbar pausieren, was sich mit der Schließung von Schulen und Kindergärten, sogar als Glücksfall erwiesen hat. Erziehung und Bildung für die Kinder bekommt man nicht nebenbei gestemmt. Wir sind als Familie insgesamt ziemlich auf uns selbst zurückgeworfen worden. Vereine und Sportangebote pausieren. Die Kinder können ihrem Bewegungsdrang kaum nachkommen, und wir haben Mühe ihren Zugang zu digitalen Medien im Rahmen zu halten. Wir leben in einer kleinen Wohnung und waren deshalb sehr froh, dass die Einschränkungen zumindest Spaziergänge zugelassen haben. Das konnten wir für ein paar sehr schöne Wanderungen und Fahrrad-Touren nutzen. Aber Konflikten konnten wir kaum aus dem Weg gehen und mussten sie auskämpfen. Mit den Lockerungen kommt die Unsicherheit wieder. Wir wünschen uns ein Stück Normalität zurück, aber was ist „Normalität“? Im Grunde geht es uns sehr gut, und vielleicht kann manches sogar besser werden.

Kindertagesstätte St. Antonius

Leitung: Werner Mohrs (komm.)
Don-Bosco-Straße 1
51063 Köln
Tel. 0221 / 96702 - 80
E-Mail: kita.antonius@clemens-mauritius.de
Internet: Erzbistum

Kindertagesstätte Herz Jesu

Leitung: Petra Hardt
Schleiermacherstraße 14
51063 Köln
Tel. 0221 / 96702 - 40
E-Mail: kita-herzjesu@clemens-mauritius.de
Internet: Erzbistum

Kindertagesstätte Liebfrauen

Leitung: Stefanie Schwarz
Adamsstraße 17
51063 Köln
Tel. 0221 / 96702 - 50
E-Mail: kita.liebfrauen@clemens-mauritius.de
Homepage: https://kita-liebfrauen.clemens-mauritius.de

Kindertagesstätte St. Mauritius

Leitung: Jörg Dumke
Caumannsstraße 14
51065 Köln
Tel.: 0221 / 697560
Fax: 0221 / 6920624
eMail: kita.mauritius@clemens-mauritius.de
Internet: Erzbistum 

Kindertagesstätte St. Petrus Canisius

Leitung: Sarah Faßbender
Kopernikusstraße 160
51065 Köln
Tel.: 0221 / 96702 - 60
Fax: 0221 / 96702 - 61
eMail: kita.petruscanisius@clemens-mauritius.de
Internet: Erzbistum

Kindertagesstätte St. Theresia

Leitung: Karen Potthast (komm.)
An St. Theresia 8
51067 Köln
Tel.: 0221/96702 - 70
eMail: kita.theresia@clemens-mauritius.de 
Internet: Erzbistum

Die Kindertagesstätten bilden zusammen mit der Kindertagesstätte des SKM in Buchforst das  Katholische Familienzentrum St. Clemens und Mauritius


 

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