Liebe Leserinnen, liebe Leser,

am Karfreitag wird natürlich die Passion verlesen und es gäbe viele Anknüpfungspunkte für einen Gedanken.

Stattdessen würde ich gern den gesamten Text in den Blick nehmen und auf eine Besonderheit hinweisen, die vielleicht nicht so bekannt ist.

Johannes hat sein Evangelium sehr stark konstruiert, um seine Aussage deutlich zu machen und es kann nicht überraschen, wenn er sich am Stil und den Darstellungsmitteln der griechischen Kultur seiner Zeit orientiert hat. Wenn wir die Schablone der griechischen Tragödienaufführung auf die Verhandlung vor Pilatus legen, dann können wir einen entsprechenden Aufbau erkennen. Auf der einen (Bühnen-)Seite Jesus, auf der anderen Seite - getrennt durch ein angedeutetes Tor - "die Juden" und Pontius Pilatus, der ständig zwischen den beiden Parteien hin und her läuft.

Es ist eine derzeit diskutierte Frage, ob nicht auch wir heute moderne Darstellungsmethoden übernehmen sollten, auch falls es dabei zu einer Verkürzung der Botschaft kommen sollte. Vielleicht sollten wir aber auch auf die beste Darstellung zurückgreifen, die existiert: Auf unser Leben als Christen.

Mit diesem Karfreitag enden die Gedanken zur diesjährigen Fastenzeit. Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes Osterfest und einige schöne Tage, so weit, wie das in dieser schwierigen Zeit möglich ist.

Ihr P. Thomas

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