Liebe Leserinnen, liebe Leser,

die heutige Lesung stammt aus dem Johannesevangelium und da kann eine kurze Einordnung nützlich sein.

Die Entstehung des Johannesevangeliums wird von den meisten Theologen etwa um 90 - 100 n. Chr. angesetzt und ist damit das jüngste Evangelium. Es ist sehr eigenständig, der historische Wert ist allerdings deutlich umstritten. Der zentrale Punkt ist die Passion, das Leiden und Sterben des Sohnes Gottes mit den anschließenden sehr eindrücklichen Begegnungen mit dem Auferstandenen. Heute hören wir eine Heilungsgeschichte, wie sie nicht ungewöhnlich ist. Wieder einmal ist es ein kleines Wort, das den Schlüssel zum Verständnis bildet: "Der Mann glaubte dem Wort, das Jesus zu ihm gesagt hatte..." (V. 50). Der Glaube ist die Voraussetzung für das wunderbare Handeln Jesu, wer nicht glaubt, dem ist nicht zu helfen. Der Glaube ist natürlich weitaus mehr als die Voraussetzung für ein wunderbares Handeln Gottes, der Glaube ist auch eine Brille, durch die wir die Welt und besonders unsere Mitmenschen und uns selbst sehen. Der Glaube hilft uns, Geschehnisse einzuordnen und zu beurteilen und er gibt uns die Sicherheit, die wir brauchen, um in unserer Welt als Christen zu bestehen.

Ihr P. Thomas

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