Noch nicht veröffentlicht

 Liebe Leserinnen, liebe Leser,

was für eine Enttäuschung! Da hat Petrus Jesus gerade als den Messias, den Christus bekannt, und dann kommt die kalte Dusche: „Der Menschensohn muss vieles erleiden […] er wird getötet werden, aber am dritten Tag wird er auferstehen.“ Führen wir uns vor Augen, was seinerzeit ganz selbstverständlich vom Messias erwartet wurde: Er würde die Besatzungsmacht der Römer vertreiben (die Sekte der Qumran-Essener erwartete sogar einen ultimativen Endkampf zwischen Gut und Böse) und Gerechtigkeit, Frieden und Wohlstand bringen. Ich könnte mir vorstellen, dass Petrus bei den Worten Jesu die sprichwörtliche Kinnlade heruntergefallen ist.

Wenn Gott aber unsere Erwartungen ent-täuscht, dann bedeutet das zunächst einmal, das wir uns selbst getäuscht haben und da wird dann die Ent-täuschung zum Weg der Wahrheit. Vielleicht wünschen wir uns gelegentlich, dass Gott dreinschlägt, den Bösen etwas auf die Nase gibt und die Guten belohnt – aber das sind nicht Gottes Gedanken, sondern unsere Ideen. Glauben bedeutet auch, offen zu sein für Gottes überraschende Pläne und bereit zu sein, auch auf unbekannten Wegen zu gehen. 

Ihr
P. Thomas

Archiv

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.