An diesem Sonntag feierten wir in der Pfarrei St. Clemens und Mauritius nur eine einzige Sonntagsmesse, nicht wegen Priestermangels, sondern wegen eines besonderen Anlasses: dem Abschlussgottesdienst der Visitation von Weihbischof Rolf Steinhäuser. Auch die Gläubigen der benachbarten Pfarrei St. Hubertus und Mariä Geburt waren eingeladen und viele sind der Einladung gefolgt.
Den Gottesdienst eröffnete Andrea Feithen, Leiterin des Gemeindeteams Mülheim, als sichtbares Zeichen dafür, dass Laien in unserer Pfarrei Verantwortung übernehmen. Die Kirche war sehr gut besucht. Das Evangelium gab den Ton vor: „Amen, amen, ich sage euch: Ich bin die Tür zu den Schafen", ein Bild für Orientierung, Gemeinschaft und Durchgang in eine neue Zeit.
Nach dem Gottesdienst legte das Kirchencafé-Team in beeindruckender Kürze eine runde Bewirtung hin: Kaffee, Kuchen, kalte Getränke und jede Menge Gelegenheit für Begegnungen zwischen den beiden Pfarreien.
Dann trug Weihbischof Steinhäuser seinen Visitationsbericht vor. Er blickte auf viele Gespräche und Treffen zurück, manchmal im Überblick, manchmal mit konkreten Einblicken. Dabei sprach er auch die unterschiedlichen Strukturen unserer Stadtteile an: Mülheim, Buchheim, Buchforst auf der einen Seite, die Gemeinden von St. Hubertus auf der anderen. Ein Vergleich zwischen Stadt und Dorf, beides mit eigenen Stärken, beides mit Herausforderungen.
Mit Blick auf die geplante Fusion 2030 machte er deutlich: Die Wege beider Pfarreien müssen nicht identisch sein aber sie führen gemeinsam ans Ziel. Was eine Seite gut kann, kann der anderen helfen. Und was ab jetzt beschlossen wird, gilt für beide:
Wir werden als eine Einheit betrachtet und behandelt.
Einige Fragen bleiben offen. Das ist kein Scheitern, das ist der ehrliche Stand eines Prozesses, der noch läuft. Die Gläubigen sind aufgerufen, sich weiterhin einzubringen, in den Gremien, in den Gemeindeteams, und mit dem Blick nach vorne.
